Excellence Forum Online

Das neue EFQM Modell fokussiert stärker als der Vorgänger auf die Nachhaltigkeit des Unternehmensführung. Dieser Anspruch wird aktuell noch nicht von der Mehrheit der Unternehmen und Organisationen realisiert. Viele der Verantwortlichen haben uns ein diffuses Bild, worum es geht und was man im eigenen Umfeld tatsächlich umsetzen kann. Das ist für die Initiative ein guter Grund, Erfahrungen zur Umsetzung des Nachhaltigkeitsansatzes durch Praktiker und Experten für die Anwender des Excellence-Ansatzes zusammenzutragen.

Im Folgenden finden Sie die Videos der Beiträge zum Forum.

Folgende Experten und Unternehmensvertreter werden ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen:

  • Erich Wald, BMW Group
  • Prof. Patricia Adam, Hochschule Hannover
  • Andreas Dalluege, IBK
  • Detlev Bohle, Conceptual Quality
  • Dr. Rüdiger Krüger, VHS Reckenberg-Ems

Erich Wald: Nachhaltigkeit in der BMW Group

Hintergründe für die Spitzenbewertung der BMW Group.

Die BMW Group ist seit dem Jahr 2000 in diversen Ratings und Rankings zum Thema „Nachhaltigkeit“ in den Spitzenplatzierungen zu finden.

Zum Einen haben die verantwortlichen Führungskräfte früh erkannt, welche Bedeutung das Thema „Nachhaltigkeit“ zukünftig haben wird und sich entsprechend in die politischen und gesellschaftlichen Aktivitäten dazu eingebracht.
Zum Anderen hat sich die BMW Group sehr früh strategisch aufgestellt, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.

Die Vorgehensweise und Elemente der frühen strategische Orientierung sind Inhalt des Vortrages.

Lebenslauf Erich Wald:
Geboren am 06.10.1958 in St. Martin im Innkreis, Österreich.
Ausbildung zum Maschinen- und KFZ-Bau Ingenieur.
1981 Eintritt in die BMW Motoren GmbH Steyr als Versuchsingenieur für die Entwicklung des ersten BMW Dieselmotors.
1991 Wechsel nach München in die BMW AG – diverse Funktionen in der Unternehmensqualität, im Vertrieb, in der Technologievorentwicklung, im Konzernumweltschutz sowie Konzernstrategie.
Im Zeitraum 2003 bis 2012 beauftragt mit der Erstellung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie der BMW Group sowie mit der Leitung von Sozialer Nachhaltigkeit in der BMW Group.
2012 bis 2020 Leitung Qualitätslenkung und Messtechnik in der Technologie Exterieur im Werk Leipzig und Werk Landshut.
2020 zurück nach München, beauftragt mit der Umsetzung von EFQM im Bereich MK.

Es folgt das Video des Vortrags.

Prof. Patricia Adam: EFQM & Nachhaltigkeit
Kombinierte Vorgehensweisen trainieren

Die aktuelle Ausgabe des EFQM Modells würdigt insbesondere „die Rolle, die Organisationen spielen können, um die Ziele der Vereinten Nationen zu unterstützen“. Insofern bilden auch die 17 UN Sustainable Development Goals (UN SDGs) eine wesentliche Grundlage für das Handeln von herausragenden Organisationen.
Unter https://sustainabledevelopment.un.org/?menu=1300 informiert die UN über deren Ausgestaltung und die derzeit 174 daraus abgeleiteten Aktionsziele. In Kriterien, Teilkriterien und Orientierungspunkten des EFQM Modells ist es jedoch schwierig, diese Ziele zu verorten. Damit stellt sich die Frage, wie der von der EFQM formulierte Anspruch an die Integration der UN SDGs in das Management eingelöst werden kann.
Patricia Adam hat eine Vorgehensweise entwickelt, um das Modellverständnis zu fördern und gleichzeitig die UN SDGs bei der Ausgestaltung konkreter Vorgehensweisen zu berücksichtigen. Diese gibt Organisationen die Chance, ihren Beitrag für eine nachhaltige Zukunft nachvollziehbar darstellen zu können und ermöglicht Assessoren die Einbeziehung in die Bewertung von Managementsystemen.

Ziele:
- Die Einbeziehung der UN Sustainable Development Goals in das Management konkretisieren
- Nutzungsmöglichkeiten für Organisationen und Assessoren aufzeigen

Lebenslauf:
Prof. Dr. Patricia Adam ist Professorin für International Management und Expertin für agile Organisationsentwicklung. Sie ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ) und nebenberuflich als ISO 9001-Auditorin der DQS GmbH sowie EFQM-Assessorin auf der ganzen Welt unterwegs, um Organisationen und deren Managementsysteme zu begutachten.

Es folgt das Video des Vortrags.

Andreas Dalluege:
Nachhaltiges Stress- und Gesundheitsmanagement in Organisationen

In der 2015 veröffentlichen „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ der Vereinten Nationen ist das Konzept der menschenwürdigen Arbeit definiert als Arbeit, die es einem Mitarbeitenden ermöglicht, produktive und erfüllende Tätigkeiten, persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu haben, unter Einhaltung von Gesundheits- und Sicherheits-standards und angemessene Verteilung von Arbeitszeit und Arbeitsbelastung sowie mit Respekt und Akzeptanz behandelt zu werden.

Das im EU-Projekt IMPRESS entwickelte Diagnosetool zum „Corporate Stress Factor Assessment“ ermöglicht Mitarbeitenden, Führungskräften und der Personalentwicklung einen genauen Einblick in Stressfaktoren einerseits und in vorhandenes Potential und Ressourcen und Resilienz-Faktoren andererseits.  Dabei lassen sich die anonym, akkumulierten Ergebnisse wahlweise gem. den Befähiger-Kriterien des EFQM Models auswerten und berichten.

Lebenslauf Andreas Dalluege:
Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der LMU München mit Zusatzstudium zur Kommunikationswirtschaft und Arbeitspsychologie, ist Andreas Dalluege seit 1982 als Berater mit eigener Firma im Bereich der Betriebsanalyse- und Kommunikationsforschung tätig und seit 1990 in über 30 EU-Forschungsprojekten zum Themenblock Management-prozesse und –Systeme aktiv, wobei seit 1996 der Schwerpunkt auf Business excellence liegt. Seit 1999 ist seine Organisation Mitglied der EFQM, seit 2003 ist er EEA Assessor und seit 2013 Licensed Advisor & Trainer.  

Es folgt das Video des Vortrags.

Dr. Detlev Bohle:
Nachhaltigkeit

Als langjähriger Assessor und Experte für Managementsysteme beschreibt Dr. Detlev Bohle den Zusammenhang zwischen dem aktuellen Excellence-Modell sowie weiteren Managementansätzen und dem Konzept der Nachhaltigkeit.

Lebenslauf Dr. Detlev K.H. Bohle:

Studium : Physik
Ausbildung: dipl.phys., 1982; Bochum Dr.rer.nat., 1985, Kernphysik, TH Darmstadt
Studium der Physik an der Ruhruniversität Bochum
Assistent am Institut für Kernphysik an der Technischen Hochschule Darmstadt
stellvertretender Strahlenschutzbeauftragter am Darmstädter Elektronen-Linearbeschleuniger (DALINAC)
Sicherheitsingenieur in der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DLR)
D-2 Startkampagne am KSC in Cape Carnevaral, Florida, (DLR)
operationelle Sicherheit, im D-2 Cadre Team, Position „safety“ im POCC, blue shift, (DLR)
Abteilungsleiter PS1 „Grundlagen und Standards“ in der Deutschen Raumfahrt-Agentur (DARA)
Abteilungsleiter PS1 „Grundlagen, Standards, Materialien, Bauteile" in der Deutschen Raumfahrt-Agentur (DARA)
Leiter der Abteilung QP-QM Qualitätsmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Qualitätsmanager der Eüropäischen Akademie in Bad Neuenahr
Gründung Ingenieursbüro Conceptual Quality, EFQM Mitglied seit 2013
Lehrbeauftragter der Bergischen Universität Wuppertal

Es folgt das Video des Vortrags.

Dr. Rüdiger Krüger:
Gedanken zu Nachhaltigkeit und EFQM

Bei aller technokratisch exakter Anwendung der Grundkonzepte und Kriterien des "alten" EFQM-Modells oder der modernen Neuausrichtung 2020 in der triadischen Struktur des „Why?", „How?" und „What?" unter Einbezug der Sustainability Goals der UNESCO und dem draus resultierenden Thema „EFQM und Nachhaltigkeit" müssen wir die kulturgeschichtliche Verwurzelung des EFQM-Ansatzes im Auge behalten.
Viele hippe Ansätze, wie „Kaizen" im QM oder der Unternehmensführung, scheitern daran, dass in der Philosophie und Kulturgeschichte völlig fremder Kulturen verwurzelte Verfahrensweisen rein äußerlich adaptiert und damit als unreflektierte Werkzeugkoffer in nicht adäquatem Kontext falsch angewendet werden – mit solchen kognitiven Verzerrungen werden Bücher, Trainings, Beratungen und Unternehmen überschwemmt. Nachhaltigkeit im Rückblick auf die europäische Kultur – in der Kürze der Zeit hier am Beispiel Karls des Großen – soll anregen, das eigene kulturelle Erbe, das epigenetisch in uns allen wirkt, als Handlungsgrundlage der EFQM-Idee zu verstehen.

Lebenslauf Dr. Rüdiger Krüger:
Nach seiner Hochschulreife, die er 1971 am Albert-Einstein-Gymnasium in Böblingen ablegte, studierte Krüger an der Universität Stuttgart Germanistik, Philosophie und Geschichte; das Studium schloss er 1979 mit der Wissenschaftlichen Prüfung für das Lehramt an Gymnasien ab. Daneben arbeitete er im krankenpflegerischen und pädagogischen Bereich – unter anderem als Wissenschaftliche Hilfskraft und dann als Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Literaturwissenschaften an der Universität Stuttgart (1976–1980), als Deutschlehrer am Ferdinand-Porsche-Gymnasium in Stuttgart-Zuffenhausen (1978–1979) und als Lehrbeauftragter und für fünf Jahre als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Fächern Deutsch, Schulpraxis sowie Spiel- und Theaterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg (1978–1987). 2003 kehrte er als Lehrbeauftragter für Qualitätsmanagement in Kultur- und Bildungsbetrieben an das Institut für Kulturmanagement der PH nach Ludwigsburg zurück.

Ab 1980 wirkte Krüger als Lehrbeauftragter für Germanistische Mediävistik an der Uni Stuttgart, wo er 1986 innerhalb der Philosophischen Fakultät mit einer Arbeit über den sogenannten Jüngeren Titurel (siehe unter den selbständigen wissenschaftlichen Publikationen) promovierte. Später war er wieder Lehrbeauftragter für Germanistische Mediävistik an der Universität Karlsruhe (1989–1997) und vertretungsweise Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Deutsche Sprache und Literatur der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main (1999–2000). In den Jahren 1980 bis 2000 war Krüger vielfach im Einsatz in der Lehrerfortbildung in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hessen und Bayern. Seit dem WS 2015/16 lehrt Krüger als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Detmold im Fach Liedgestaltung.

Seit Ende der 90er (1998 bei der CERTQUA, erneuert 2004 bei der ILEP) ist Krüger EFQM-Assessor und wirkt seit 2005 ehrenamtlich bei der Initiative Ludwig Erhard Preis mit. Seit 2009 ist er deren lokaler Repräsentant für den Kreis Gütersloh/OWL.

Von 1987 bis 1997 war Krüger der Pädagogische Leiter und Geschäftsführer der VHS Oberes Enztal e. V. mit Sitz in Bad Wildbad (die Bildungseinrichtung wurde inzwischen in die VHS Calw integriert). Von 2000 bis 2020 war er Leiter der VHS Reckenberg-Ems, Zweckverband der Kommunen Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Herzebrock-Clarholz und Langenberg, mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück und seit 2004 in Personalunion auch Geschäftsführer der Fortbildungs-Akademie Reckenberg-Ems (FARE) gGmbH, eines Tochterunternehmens der VHS Reckenberg-Ems. Seit 2012 hat die VHS Reckenberg-Ems den operativen Teil in eine gGmbH ausgegliedert; seitdem war Krüger VHS-Leiter des VHS-Zweckverbands-Gesamtunternehmens und Geschäftsführer der beiden Tochterunternehmen. Im August 2020 ging Rüdiger Krüger in den Ruhestand.
   (Zitat aus Wikipedia)

Es folgt das Video des Vortrags.

Die Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V.
kooperiert mit

Die Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V.
ist Partner der EFQM

Initiative Ludwig-Erhard-Preis e.V.

Ludwig-Erhard-Straße 16a
61440 Oberursel
Tel. +49 (0)6171 8876881
Fax  +49 (0)6171 8876889
info@ilep.de
www.ilep.de

Der Ludwig-Erhard-Preis, der 1997 erstmals vergeben wurde, ist der älteste und hochwertigste deutsche Excellence-Preis, mit dem Unternehmen oder Institutionen ausgezeichnet werden, die sich um Excellence made in Germany verdient gemacht haben.